AT024: Erstlingswerke und Solo

1. Teil – Challenge: „Ein Regie-Debüt“
Nicht selten trägt schon ein Erstlingswerk die eindeutige Handschrift seines Regisseurs oder seiner Regisseurin. Unsere aktuelle Challenge „Ein Regie-Debüt“ hat uns dazu verholfen, uns mit genau solchen Fällen beschäftigen.
Mit Bound (1996) haben die Wachowski-Schwestern einen queeren Neo-Noir abgeliefert, der bereits viele Motive ihrer späteren Werke wie The Matrix, Sense8 oder Cloud Atlas in sich trägt.
Das indische Drama Pather Panchali (1955) ist nicht nur das Debüt-Werk von Regisseur Satyajit Ray, sondern auch der Auftakt zur Apu-Trilogie, in deren ersten Teil wir die Welt durch die Kinderaugen des Titelcharakters kennenlernen.

2. Teil – Kinofilm: Solo: A Star Wars Story (Spoiler!)
Ausnahmsweise nicht im Dezember, sondern im Mai ist es plötzlich Star-Wars-Zeit. Ron Howards Solo: A Star Wars Story (2018) läuft im Kino und wird in bester Tradition von uns besprochen. Wir müssen über Nostalgie reden, lassen vom tragischen Kern bis zum gegenderten Roboter nichts unerwähnt und klären, ob Alden Ehrenreich die großen Stiefel seiner Rolle füllen konnte.

AT023: Freunde und Follower (Followbruary 2018)

1. Teil – Challenge: „Ein Film, der dir häufig von deinen Freunden empfohlen wurde“
Eine sehr persönliche Folge der Archivtöne steht an, denn in die Auswahl kamen nur Filme, die uns wiederholt im Freundeskreis empfohlen wurden.
Während Jans Freunde nicht glauben konnten, dass er noch nie John McTiernans prägenden Actionfilm Die Hard (dt. Stirb langsam, 1988) gesehen hatte, war in Kamils Umgebung schon häufiger über die dänische Groteske Adams Äpfel (Adams æbler, 2005) von Anders Thomas Jensen gesprochen worden.

2. Teil – Special: Followbruary 2018
Im zweiten Sendungsteil bleibt es persönlich: Die große Nachbesprechung des #Followbruary 2018 steht an. Hinter diesem Hashtag verbirgt sich eine jährliche Aktion, bei der die Teilnehmer über den Februar hinweg diverse Lieblingsfilme ihrer Follower ansehen und besprechen.
Wir Archivtöne waren mit jeweils zehn Filmen dabei und haben so viele spannende Neuentdeckungen und Denkanstöße mitgenommen, dass wir uns entschieden haben, der Aktion eine eigene Sendung zu widmen. In einem völlig neuen Konzept, das unsere lieb gewonnene Lostrommel zum Glühen bringt, stellen wir unsere Filmauswahl vor und erzählen, warum uns der Followbruary so viel Freude gemacht hat.

AT022: Einworttitel und das Jahr 2017

Passend zur aktuellen Challenge „Ein Film mit einem Einworttitel“ haben wir uns für zwei der elementarsten Wörter entschieden, die die menschliche Sprache zu bieten hat: Mommy und Machete.
Xavier Dolans Mommy (2014) erzählt im ungewöhnlichen 1:1-Format die Geschichte einer komplexen Mutter-Sohn-Beziehung. Hier begegnen wir nicht nur einem Drama voller Zärtlichkeit, sondern auch Musikvideo-Ästhetik, Sigmund Freud und die Magie des Aufatmens.
Den Kontrapunkt setzt Robert Rodriguez’ verrückt-abgedrehter Streifen Machete (2010), in dem Danny Trejo mit der namensgebenden Waffe eine Spur der Verwüstung und womöglich auch eine wichtige politische Botschaft hinter sich her zieht.

2. Teil – Top 10: Das Filmjahr 2017
Im zweiten Sendungsteil präsentieren wir unseren traditionellen Jahresrückblick. Wir sprechen über die großen und kleinen Releases des Jahres 2017 und finden voller Vorfreude heraus, wie wenig zahlreich die Übereinstimmungen in unseren Top-10-Listen dieses Mal waren.

AT021: Autofilme und The Last Jedi

Wir starten die Motoren und brechen zu unserer neuen Challenge auf. Gefordert war „Ein Film mit einem Auto auf dem Cover“ und tatsächlich haben wir uns für zwei Filme entschieden, in denen die Autos auch eine handlungstragende Rolle einnehmen.
Im Episodenfilm Night on Earth (1991) von Jim Jarmusch werden wir Zeuge von fünf nächtlichen Zufallsbegegnungen, die sich zur selben Zeit in fünf auf der Welt verstreuten Taxis zutragen.
Anschließend begeben wir uns mit Peter Collinsons The Italian Job (1969) nach Turin, um dort an der Seite von Michael Caine und drei niedlichen Mini Coopern einen Batzen Gold zu entwenden.

Traditionell sprechen wir in unserer Weihnachtssendung über Star Wars, und auch dieses Jahr bildet keine Ausnahme. Der achte Teil der Hauptreihe, Star Wars: The Last Jedi (2017), ist vor wenigen Tagen weltweit im Kino angelaufen und hat das Internet zum Brennen gebracht. Bei uns gibt es zwar ausnahmsweise keinen Streit, aber dafür umso mehr zu besprechen. In unserer (nicht spoilerfreien) Diskussion reden wir über Mut, Aufbrüche, Hoffnung, Humor, Blutlinien, Beowulf, und Ähnlichkeiten zur aktuellen Weltpolitik.
Möge die Macht mit euch sein!

AT020: Über spielende Regisseure und packende Herausforderungen

Multitalente vor und hinter der Kamera waren gesucht, denn unsere aktuelle Challenge hieß „Ein Film, in dem dessen Regisseur*in mitspielt“.
In Do the Right Thing (1989) spielt Spike Lee selbst den Pizzajungen Mookie, der ins Zentrum rassistisch aufgeladener Spannungen gerät, als der heißeste Tag des Jahres in Brooklyn die Emotionen überkochen lässt. Den Kontrapunkt setzt der kühle Revolverheld Clint Eastwood, der als William Munny im „Coming-of-Old-Age“-Drama Unforgiven (1992) ein letztes Mal in den Sattel steigt, um einen Abschiedsbrief an das Western-Genre zu hinterlassen.

Im zweiten Teil entsteht so etwas wie die ultimative Meta-Ausgabe der Archivtöne, denn wir haben uns Filmchallenges im Allgemeinen als Diskussionsthema herausgepickt. Nachdem der #Horrorctober gerade erst abgeschlossen ist und mit dem #Japanuary schon die nächste große Challenge in den Startlöchern steht, scheint die Begeisterung für selbst gesteckte Ziele im Filmkonsum selten größer gewesen zu sein. Da diese Faszination schließlich auch zur Gründung der Archivtöne beigetragen hat, lassen wir es uns nicht nehmen, ihr eine eigene Sendung zu widmen.
Vom Hitchcock-Dienstag bis zum 365-Filme-Jahr und der Ingmar-Bergman-Challenge berichten wir dabei von den Herausforderungen, die wir uns in der Vergangenheit gesteckt haben, erzählen auch von unseren Marathon-Erfahrungen und finden heraus, warum die Vorbereitung manchmal viel mehr Spaß macht als das eigentliche Event.

AT019: Zwei Sportfilme und Christopher Nolan

„Wessen Metier sind schon Sportfilme?“, fragen wir uns in Episode 19 der Archivtöne und wundern uns, dass wir es geschafft haben, zwei diskussionswürdige Filme für die Kategorie „Ein Sportfilm“ zu finden.
Worin es in Love & Basketball (2000) von Gina Prince-Bythewood geht, lässt schon der Titel vermuten. Eine junge Frau kämpft mit Vorurteilen und einem Liebesleben im Schatten des Profi-Sports. Weit weniger friedlich geht es zu, als wir mit Martin Scorseses Raging Bull (1980) in den Ring steigen. Hier verteidigt Robert De Niro als Box-Weltmeister Jake LaMotta seine Ehre und seine Menschlichkeit.

Im zweiten Teil der Sendung widmen wir uns mal wieder ganz einem Regisseur. Christopher Nolan hat nicht nur mit Dunkirk gerade einen aktuellen Film im Kino, sondern auch ansonsten eine beeindruckende Filmografie vorzuweisen. Mithilfe einer Voicemail unseres Hörers Aki arbeiten wir heraus, was uns die einzelnen Filme des Inception- und The-Dark-Knight-Schöpfers zu sagen haben, und enden mit einem Diskussionsteil. Vom großen Twist bis zur toten Frau versuchen wir, wiederkehrende Themen in Nolans Werk zu identifizieren uns uns seinen Erfolg zu erklären.

AT018: Von Zahlen und Verführten

Den Archivtönen ist es gelungen, selbst die relativ arbiträre Challenge „Ein Film mit einer Zahl im Titel“ mit zwei spannenden Filmen zu besetzen.
Passend zu seinem zwanzigsten Jubiläum samt Wiederaufführungen im Kino nehmen wir uns Luc Bessons knallbunten Science-Fiction-Kultfilm The Fifth Element (1997) mit Bruce Willis und Milla Jovovich vor. Außerdem liegt das rumänische Abtreibungsdrama 4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage (4 luni, 3 saptamâni si 2 zile, 2007) von Christian Mungiu auf dem Tisch, das alles andere als bunt ist und den vermutlich größten Streit seit Gründung der Archivtöne auslöst.

Im zweiten Teil versuchen wir uns an einem neuen Konzept: Im Filmduell treten zwei sehr ähnliche Filme gegeneinander an und werden auf ihre Vorzüge und Schwächen hin unter die Lupe genommen. In unserem ersten Duell widmen wir uns Sofia Coppolas aktuellem Film The Beguiled (dt. Die Verführten, 2017), der Namen und Buchvorlage mit dem Film The Beguiled (dt. Betrogen, 1971) von Don Siegel teilt. Obwohl die Handlung um den verwundeten Yankee in einer Mädchenschule (Colin Farrell bzw. Clint Eastwood) weitgehend übereinstimmt, unterscheiden sich die beiden Filme erheblich. Im ausführlichen Filmvergleich bringen wir die Abweichungen in Stil, Stimmung und der Inszenierung von Opfer und Täter ans Licht.

AT017: Traumwelten und Nostalgie

Ist es die Realität? Oder ist es nur ein Traum? Bei unserer aktuellen Challenge „Ein Film mit Träumen oder Traumwelten“ dreht sich alles um verschwommenere Realitäten und den Weg ins Unbewusste.
In Satoshi Kons Anime Paprika (2006) geht es um eine junge Frau, die mit Hilfe einer geheimnisvollen Maschine menschliche Träume begehbar macht. Diesem surrealen Kunstwerk setzen wir mit Dead of Night (dt. Traum ohne Ende, 1945) einen echten Klassiker entgegen. In der Rahmenhandlung dieser frühen Horror-Anthologie ist ein Mann davon überzeugt, ein Treffen bereits in einem Albtraum vorhergesehen zu haben.

Im zweiten Teil der Sendung knöpfen wir uns ein Thema vor, das momentan in aller Munde ist: Nostalgie. Längst haben wir das Gefühl, in einer Remake- und Remix-Kultur zu leben, in der es kaum noch etwas Neues gibt. Zwischen Truffaut und Vergil diskutieren wir, ob früher wirklich alles besser war, wie wir uns an Vergangenes erinnern und warum heute in sämtlichen Filmen Kassettenrekorder auftauchen.

AT016: Kammerspiele und Moonlight

Folge 16 der Archivtöne findet auf engstem Raum statt, denn unsere aktuelle Film-Challenge hieß „Ein Kammerspiel“. Unsere Wahl ist unter anderem auf einen großen Klassiker gefallen, nämlich Alfred Hitchcocks Rear Window (dt. Das Fenster zum Hof, 1954), in dem James Stewart und Grace Kelly am Fenster einen vermeintlichen Mord beobachten. Unser zweiter Film, Locke (2013) von Steven Knight, geht in Sachen Intimität noch eine Spur weiter und verbannt uns für 80 Minuten alleine mit Tom Hardy ins Auto.
Für den anschließenden freien Thementeil der Sendung stand mal wieder ein aktueller Kinobesuch auf dem Programm. Wir haben uns Barry Jenkins’ preisgekröntes Drama Moonlight (2016) im Kino angesehen und verraten euch, warum ihr dringend das selbe tun solltet.

AT015: Ensemble-Filme und das Jahr 2016

Unsere erste Challenge für das Jahr 2017 hieß „Ein Film mit einem Ensemble-Cast“ und so durften wir uns zwei Geschichten aussuchen, in denen jeweils eine große Gruppe von Figuren im Mittelpunkt steht. Die erste dieser Gruppen ist das Rat Pack rund um Frank Sinatra, das im Heist-Klassiker Ocean’s 11 (dt. Frankie und seine Spießgesellen, 1960) den Plan schmiedet, vier Casinos zu überfallen. Anschließend machen wir in Boogie Nights (1997) Bekanntschaft mit Mark Wahlbergs bestem Stück und begleiten eine quietschbunte Porno-Produktionsfirma durch die 70er und 80er Jahre.

Im zweiten Sendungsteil bieten wir euch in nun einjähriger Tradition einen Rückblick auf das zurückliegende Filmjahr dar. Wir haben fleißig die bekannten und weniger bekannten Releases des Jahres 2016 nachgeholt und für euch eine Top 10 unserer Lieblingsfilme zusammengestellt.